Internet Deutschland Vergleich

Vergleich Internet Deutschland

Die Internetnutzung und Medienbewertung in Deutschland und Nordrhein-Westfalen dokumentiert von Jo Groebel, Gernot Gehrke. im internationalen Vergleich. Sind die Festnetzanschlüsse in Deutschland gut? Die Fernsehprogramme im Internet werden immer beliebter. Sprung zu Welche Online-Sportwetten sind in Deutschland besonders beliebt?

Ein Teil der Sportwetten im Internet.

Internet-Geschwindigkeit: Deutschland im Vergleich auf Rang 25 der Weltrangliste

Noch ist Südkorea das schnellste Internetland. In der Rangliste rangiert Deutschland weltweit auf dem 25. Seit dem vierten Vierteljahr 2016 ist die globale Durchschnittsgeschwindigkeit um 2,3 Prozentpunkte auf 7,2 Mbit/s gestiegen - ein Plus von 15% gegenüber dem Vorquartal.

In Südkorea ist die durchschnittliche Anschlussgeschwindigkeit auf nationaler und internationaler Ebene mit 28,6 Mbit/s nach wie vor am größten - seit dem vierten Vierteljahr 2016 ist diese Zahl um 9,3% angestiegen. Singapur behauptete auch seine Stellung als das mit 184,5 MBit/s größte Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Deutschen sind im Internet relativ zögerlich.

Laut der vorliegenden Fassung des State of the Internet Report (Q1 2017) rangiert Deutschland aktuell auf Rang 25 (15,3 Mbit/s) unter den Ländern mit dem höchsten Internet-Zugang. Im Vergleich zum vierten Vierteljahr 2015, in dem Deutschland den 22. Rang erreicht hat, hat sich die Lage damit erneut verschärft.

Abbildung 1: Im internationalen Vergleich der Internet-Durchschnittsgeschwindigkeiten liegt Deutschland auf Rang 25 (Datenquelle Akademie, Bildquelle Statista). Die weltweite Breitbandeinführung mit 4 Mbit/s im ersten Vierteljahr betrug 82%, 3,3% mehr als im Vorquartal. Der weltweite Ausbau von 10, 15 und 25 Mbit/s Breitband ist im Vergleich zum Vorquartal signifikant gestiegen: Er ist um 9, 11 bzw. 16 Prozentpunkte auf 45, 28 und 12% gestiegen.

Norwegen behauptete im ersten Vierteljahr 2017 trotz eines geringen Rückgangs der mittleren Verbindungsgeschwindigkeit die Spitzenposition unter den untersuchten europ. Abbildung 2 verdeutlicht, dass der Abstand der Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen Norwegen und Zypern, dem am wenigsten verbreiteten Internetland der Eurozone, im ersten Vierteljahr - wie im vorangegangenen Vierteljahr - beinahe 17 Mbit/s betrug.

Wie schon im vorangegangenen Vierteljahr hatten 27 der 31 untersuchten Staaten in Europa eine mittlere Verbindungsgeschwindigkeit von 10 Mbit/s oder mehr. Abbildung 2: Mittlere IPv4-Geschwindigkeit in Europa (Akamai-Bildquelle). Schweden hat im ersten Vierteljahr 2017 den früheren Spitzenreiter Rumänien als das europäisches Spitzenreiterland überholt. In 28 Ländern lag die maximale Verbindungsgeschwindigkeit im Durchschnitt bei 50 Mbit/s.

Abgesehen von Luxemburg, das einen Minus von 1,9% gegenüber dem Vorjahresquartal aufwies, waren die Jahresveränderungen für die untersuchten Staaten in Europa im ersten Vierteljahr erfreulich. Von den 31 untersuchten Ländern wiesen 28 ein jährlich doppeltes Umsatzwachstum bei den mittleren maximalen Verbindungsgeschwindigkeiten auf. Abbildung 3: Mittlere IPv4-Topgeschwindigkeit in Europa (Akamai-Bildquelle).

Beim IPv6-Einsatz steht Deutschland trotz eines Zuwachses von 22% gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur auf Rang 45; Europa ist nach wie vor führend: Sechs weitere Staaten gehören zu den Top Ten. Zu den vier außereuropäischen Ländern gehören die USA, Trinidad und Tobago, Indien und Brasilien.

Abbildung 4: IPv6-Verkehr im ersten Vierteljahr 2017 in Prozenten (Akamai-Bildquelle). Mit 16 Providern (gegenüber 17 im vierten Vierteljahr 2016) entfielen 25 % der Befragungen auf das Internet über das Internet, wobei 32 % auf die Telekom und 49 % auf das Internet über das Internet (IPv6) entfielen. Die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit für Mobilgeräte (zusammengefasst nach Land/Region) lag im I. Vierteljahr 2017 zwischen 26 Mbit/s in Großbritannien und 2,8 Mbit/s in Venezuela.

Deutschland rangiert in dieser Gruppe mit 24,1 Mbit/s an zweiter Stelle Nach Angaben von Ericsson ist das Verkehrsaufkommen im Mobilfunk seit dem vergangenen Vierteljahr um rund 12% gestiegen. Im Vergleich zum Wachstum des Sprachtelefonverkehrs auf einen geringen einstelligen Prozentsatz pro Jahr ist der Mobilfunkdatenverkehr weiter kräftig gewachsen.

Der Anstieg des Datenaufkommens wird zum einen durch eine steigende Anzahl von Smartphone-Nutzern und zum anderen durch eine stetige Zunahme des mittleren Datenaufkommens pro Nutzer getrieben. Das Datenaufkommen ist im ersten Vierteljahr 2017 gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 12% und gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 70% gestiegen. Abbildung 5: Globaler monatlicher Daten- und Sprachdatenverkehr pro Kalendermonat, der von Ericsson für das erste Vierteljahr 2012 bis zum ersten Vierteljahr 2017 ermittelt wurde.

Mehr zum Thema