Internet und Fernsehen

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Internet-Fernsehen (kurz Web-TV) ist die Verbreitung von Fernsehsendungen über das Internet. Mit dem Internet-Fernsehen werden Ströme über das Internet ausgestrahlt, das überall auf der Welt zugänglich ist. Das Internet-Protokoll-Fernsehen ( "IPTV") ist nur in abgeschlossenen Netzwerken zu haben. Dem Internet-Fernsehen mangelt es daher vor allem an der Sicherstellung einer fachlichen Servicequalität, die vom Provider im Fernseh- oder IPTV-Bereich garantiert wird.

Das Internet-Fernsehen benutzt das Internet als Transportmittel und wird im World Wide Web betrieben, so dass der Provider die Qualität der Übertragung nur nach dem "Best Effort Prinzip" absichern kann. Auf Grund der verschiedenen Bandbreite der Benutzer ist die Qualität der Übertragung bewußt außerhalb des Einflußbereichs des Providers. Für die Auswahl der passenden (kompatiblen) Geräte und die Auswahl eines passenden Internetzuganges ist daher der Anwender verantwortlich.

Für die Bereitstellung der jeweiligen Infrastuktur ist der Internet Service Provider verantwortlich, der die Informationen als "over-the-top content" (ohne Inhaltskontrolle) als Teil seiner Servicebeschreibung weitergibt. Damit ist der Betreiber des Internetfernsehens nicht für den kompletten Übertragungspfad außerhalb seiner Server-Infrastruktur verantwortlich. Für die Übermittlung des Internetfernsehens wird eine Netzverbindung vom Streaming-Server des Teilnehmers über das Internet zum Empfängergerät (Unicast) hergestellt.

In diesem Fall werden ganze Fernsehsendungen oder nur individuelle Video-Beiträge (oft mit DRM-Verschlüsselung) über Internet-Protokolle übermittelt (siehe Streaming Media). So darf ein Kinofilm nur von einem Fernsehveranstalter im lizensierten Vertriebsgebiet ausstrahlen. Streaming-Dienste wie z. B. Samsung Vermeiden des Lizenzproblems durch Geo-Targeting, d. h. "es werden nur Internet-Verbindungen (IP-Adressen) innerhalb eines geographisch eingeschränkten Zielgebietes bereitgestellt, für die die Lizenz ungeachtet des jeweiligen Vertriebskanals verfügbar ist.

So sind z.B. nur in der Schweiz schweizerische Fernsehsender abrufbar, aber auch in Deutschland das selbst produzierte SF-Info-Programm, mit Ausnahmen von einzelnen Programmen, die z.B. durch das Sportrecht auf die Schweiz begrenzt sind. Das Internet-Fernsehen wird über Videostreams übertragen, die auf Streaming-Medien basieren.

Für die Übermittlung von Internet-Fernsehen wird eine Netzverbindung vom Streaming-Server des Teilnehmers über das Internet zum Empfängergerät hergestellt. Ganze Fernsehsendungen oder nur Einzelbeiträge (oft mit DRM verschlüsselt) werden über das Internetprotokoll ausgestrahlt (Videostreaming). Internet-Fernsehen kann auch über eine Peer-to-Peer-Verbindung ausgestrahlt werden. Sie werden nicht von einem Zentralserver, sondern über ein Peer-to-Peer-Netzwerk von Benutzer zu Benutzer weitergeleitet.

Das Internetfernsehen hat den großen Vorzug, dass es über viele Geräte empfangen werden kann. Alles, was sie brauchen, ist eine Internetverbindung und ein Video-/Audio-Ausgabegerät. Der Ausgang ist auch über HDMI-Kabel oder über W-LAN möglich. Smart-Phones und Tablet-Computer sind für Internet-TV geeignet, allerdings mitunter nur über das Internet und nicht über mobile Netzwerke (3G/LTE).

Set-Top-Box: Die Internet-TV-Set-Top-Box wird in der Regel auf der einen und auf der anderen Seite mit dem Internet (Router) und der SCART-Buchse oder dem HDMI-Eingang des TV-Gerätes verbunden. Die Dekodierung der Daten erfolgt von der Spielekonsole über die Internetverbindung (WLAN/LAN). Der Bundesverfassungsrichter hat anfangs November 2012 in einem Grundsatzentscheid entschieden, dass auch internettaugliche Rechner gebührenpflichtig sind.

Bei rund einem Drittel aller angebotenen Programme (34%) handelt es sich um Web-TV-Kanäle, die exklusiv für das Internet erstellt wurden - so genannte Nur-Internet-Kanäle. Das Internet-Fernsehen in Ziffern abrufbar am 10. Januar 2014.

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