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Die Smartphone-Hersteller nicht. Das Internetunternehmen kauft den Smartphone-Provider HTC. Börsentag: Einmal ein großer Smartphone-Provider baut ein Quartal der Arbeitsplätze ab

Investoren flüchten, Mitarbeiter werden rausgeschmissen - der Smartphone-Hersteller HTC, der früher einen Marktanteil von zehn Prozentpunkten hatte, ist auf dem Rückzug. HTC baut in seiner Fertigung in Taiwan 1500 Stellen ab und damit nahezu jedes vierte der 6450 Stellen aus. Auf die Bekanntgabe vom Donnerstag reagiert die Börse mit einem Rückgang von knapp sieben Prozentpunkten auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2015, und HTC hat seit einiger Zeit mit Verkaufsproblemen zu kämpfen.

Auf dem Smartphone-Markt haben sich neben den beiden führenden Anbietern Samsung und Apple vor allem die chinesischen Anbieter durchgesetzt, der Anteil von HTC ist stark zurückgegangen. Das taiwanesische Unternehmen hat im vergangenen Jahr 2000 Smartphone-Entwickler für rund eine Mrd. Euro an Google verkauft, wo sie an der eigenen Hard- und Software des Internetunternehmens mitarbeiten werden.

Rangliste: Die weltweit grössten Smartphone-Hersteller

Laut Berechnung von Marktforschungsinstituten hat das Unternehmen Huawei im vergangenen Vierteljahr Apple als zweitgrössten Smartphone-Provider verdrängt. Nach einem 41-prozentigen Umsatzsprung verkaufte Huawei am vergangenen Donnerstag 54,2 Mio. Computer-Telefone, berichtet das Analyse-Unternehmen IDC. Apfel kam auf 41,3 Mio. I-Phones. Mit 71,5 Mio. abgesetzten Handys war Samsung laut IDC immer noch die Nr. 1 - gut zehn Prozentpunkte weniger als ein Jahr vorher.

Apple publiziert zwar eigene Smartphone-Verkaufszahlen, aber es gibt nur geschätzte Verkaufszahlen von Samsung. Längst hatte sich Huawei zum Ziel gesetzt, die Nr. 2 im Smartphone-Markt zu werden. Die Gruppe ist auch ein bedeutender Netzbetreiber und hat viele namhafte Mobilfunkanbieter als Abnehmer. Gleichzeitig hat Huawei als chinesische Firma mit politischen Schwierigkeiten im bedeutenden US-Markt zu kämpfen.

Facebookeinwurf zurückgewiesen

Washington / Hamburg Hat Facebook Apple, Samsung oder dem Blackberry umfangreichen Zugriff auf Benutzerdaten eingeräumt? Laut der New York Times gibt das kalifornische Unternehmen seit über zehn Jahren namhaften Geräteherstellern wie Apple, Samsung, Blackberry und HTC kontroversen Zugriff auf Benutzerdaten wie religiöse Zugehörigkeit, Politik orientierung oder Beziehungsstand. Die Hardwarehersteller haben auch die persönlichen Angaben (Geburtstag, berufliche Tätigkeit usw.) von "Freunden" der betreffenden Personen erhalten, auch wenn sie nicht explizit der Offenlegung ihrer Angaben eingewilligt oder diese unterlassen haben.

Laut der New York Times könnte letzteres zu einem Problem für die jüngst stark angeschossene Facebook-Gruppe werden, da die US-Handelsaufsichtsbehörde FTC diesen schlampigen Umgang mit Drittdaten seit 2011 bannt. So nutzte Apple das Angebot, um seinen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit zu geben, Bilder zu publizieren, ohne die Facebook-App aufzurufen.

Datenschutz: "Absolut alarmierend" Auch für Facebooks gibt es Schwierigkeiten, denn im Rahmen des Scandals um Cambridge Analytica (ein Konzern, der im Jahr 2016 im US-Wahlkampf für Donald Trump manipulativ tätig wurde) hat das Unterneh-men wiederholt die Behauptung aufgestellt, Dritte seien seit längstens 2015 an der Verwendung von Kundendaten von Facebook gehindert worden. Laut der New York Times waren allerdings noch vor wenigen Tagen Vereinbarungen mit Konzernen wie Apple rechtsgültig.

Die Unternehmen erhielten dadurch auch von den " Freunden " der Facebook-Mitglieder umfassende persönliche Informationen. "Für den Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar ist es "absolut alarmierend", dass Unternehmen wie Apple Zugang zu Informationen von Facebook-Benutzern hatten. "Die Weitergabe von hochsensiblen Informationen von Anwendern, die dem nicht zustimmen, an die Hersteller von Geräten ist eine noch nie dagewesene Übertretung sowohl der Datenschutzgesetze als auch des Verbrauchervertrauens", sagte er.

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